Paarcoaching
Meine jahrelange Begleitung von Paaren hat mich gelehrt mit welcher Kommunikation Beziehung gelingen kann und wie sie misslingt. Ich unterrichte Paare auf dem Weg zu einer erfolgreichen und sich gegenseitig fördernden Kommunikation. Sie führen so eine Partnerschaft, in der Liebe, Vertrauen, Geborgenheit und gegenseitige Achtung wichtige Eckpfeiler sind.
Die wertfreie Kommunikation wird immer mehr zu einer Selbstverständlichkeit im gemeinsamen Alltag. Durch die Kraft, die die Paare im Zusammenleben gewinnen, können sie auch im Außen, z. B. in der Berufswelt erfolgreicher sein. Die Kinder wachsen in einer harmonischen und von Liebe geprägten Umwelt auf und lernen wie Konflikte erfolgreich gelöst werden können.
Im Gespräch mit dem Paar spüre ich deutlich welche verletzten Bedürfnisse von der Kindheit her noch nicht geheilt sind. Hat zum Beispiel eine Frau als Kind immer wieder die Erfahrung gemacht, dass ihre Bedürfnisse keine Berücksichtigung erfahren, hat sie zu diesem Thema schon viel Schmerz und Enttäuschung erlebt. Früh hat sie dann eine innere Schutzmauer aufgebaut um diesen Schmerz nicht mehr zu spüren. Im Erwachsenenalter besteht diese Mauer immer noch und sie nimmt nicht mehr wahr, wann ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden. Sie wird sich immer wieder in der Partnerschaft beklagen, dass sie keine Berücksichtigung erfährt, obwohl ihr Mann sie ihr immer wieder gibt. Dieser ursächliche Schmerz muss der Heilung zugeführt werden und dann ist sie in der Lage das Verhalten ihres Mannes in einem anderen Licht zu sehen.
Auf diesen verletzten Bedürfnissen beruhen viele Paarkonflikte. Mit meinen Arbeitsmethoden führe ich diese kindlichen Verletzungen in die Heilung. Ich habe lange und ausgiebig zu diesem Thema geforscht. Vor ein paar Jahren habe ich die Bücher von Lukas Möller gelesen (Die Liebe ist ein Kind der Freiheit und Die Wahrheit beginnt zu Zweit) und habe die wunderbare Methode des Zwiegesprächs kennen gelernt. Es ist keine Therapie, sondern ein hilfreiches Werkzeug, um die Kommunikation in Beziehungen wach und lebendig zu erhalten.
Zwiegespräch
Die Ziele:
- an Einfühlung gewinnen
- die Erotik beleben
- die Beziehung entwickeln
- sich selbst besser wahrnehmen
- Chancen erkennen und realisieren
- Konflikte klären und vor allem verhüten
- die Rollen verändern
Das Zwiegespräch kann zwischen Lebenspartnern, Freunden, Eltern mit ihren Kindern, Arbeitskollegen oder Geschwistern geführt werden. Oder aber, wenn sich ein Partner in psychotherapeutischer Behandlung befindet und eine starke Selbstentwicklung erlebt und dadurch sich das Gleichgewicht der früheren Beziehung verändert, kann durch das Zwiegespräch die Gefahr einer möglichen Trennung abgewendet werden.
Das Paar führt einmal in der Woche ein Zwiegespräch für eine Stunde. Jeder spricht im Wechsel 15 Minuten. Es gilt ein paar wenige Regeln zu beachten. Das Paar trifft sich in einem Raum in dem es garantiert ungestört ist. Jeder antwortet auf die innere Frage: Was bewegt mich im Moment am stärksten? Er schildert, wie er gerade sich, den anderen, die Beziehung und seine Lebensbereiche erlebt. Das Gespräch hat kein Thema. Es gilt zu akzeptieren das Schweigen auch sein darf. Zwiegespräche sind kein Offenbarungszwang. Jeder entscheidet sich für sich, was er sagen möchte. Sich wechselseitig einfühlbar machen ist das erste Ziel dieser wesentlichen Gespräche. So können wir einander erleben. Wir bleiben im Gespräch immer bei uns und enden nicht darin dem Partner Vorwürfe zu machen. Ich gebe meinen Gefühlen ein Bild. Es gibt nur eine Person, die ich ändern kann, und das bin ich selbst. Die Regelmäßigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg, alles andere stellt sich von alleine ein.
Fünf Bedingungen einer guten Beziehung nach Lukas Möller
Fünf Einsichten machen den “Geist” der Zwiegespräche aus. Sie sind Entwicklungsziele, nicht etwa vorgegebene Tatsachen.
1. Wir können lernen, von der wechselseitigen Unkenntnis auszugehen, statt von der gleichen Wellenlänge: “Ich bin nicht du und weiß dich nicht.”
2. Wir können lernen, unser gemeinsames unbewusstes Zusammenspiel wahrzunehmen, statt uns als zwei unabhängige Individuen aufzufassen: “Wir sind zwei Gesichter einer Beziehung und sehen es nicht.”
3. Wir können lernen, regelmäßige Gespräche als Herz und Kreislauf einer lebendigen Beziehung zu begreifen, statt mit Worten unsere Beziehung nur noch zu verwalten: “Dass wir miteinander reden, macht uns zu Menschen.”
4. Wir können lernen, in konkreten, erlebten Beispielen statt in Begriffen zu sagen, was wir meinen: “In Bildern statt in Begriffen sprechen.”
5. Wir können lernen, auch unsere Gefühle als unbewusste Handlungen mit geheimer Absicht zu verstehen, statt zu meinen, sie überkämen uns wie Angst und Depressionen von innen oder würden uns von außen zugefügt, wie Kränkung und Schuldgefühle: “Ich bin für meine Gefühle selbst verantwortlich.”
Paarcoaching ist nicht nur für Paare in der Krise eine wertvolle Hilfe, sondern auch gerade für Paare am Anfang einer Beziehung und glückliche Paare, die noch mehr Erfüllung in ihrer Zweisamkeit finden möchten und sich diese auch bewahren wollen.
Ich führe Paare in das Zwiegespräch ein und leiste bei den ersten Gesprächen Hilfestellung. Manchmal tauchen unbewusste Widerstände, ähnlich wie in der Psychotherapie , auf und versuchen die Zwiegespräche zu verhindern. Als Mediatorin helfe bei der Klärung dieser Situation und schaffe somit wieder die Möglichkeit, die Zwiegespräche wieder aufzunehmen. Zwiegespräche machen Hoffnung, dass eine Partnerschaft bis ins Alter liebevoll und lebendig bleiben kann. Es wird ein guter Boden zum gemeinsamen Wachsen geschaffen. |